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Wenn Worte nicht mehr reichen – warum Menschen mit Demenz aggressiv werden
Eine Tochter erzählt: „Früher war meine Mutter der liebste Mensch der Welt. Heute schreit sie mich an, beschimpft mich und hat sogar versucht, nach mir zu schlagen. Ich erkenne sie nicht mehr.“ Solche Sätze höre ich in meiner Arbeit immer wieder. Fast immer folgt dieselbe Frage: „Warum macht sie das?“ Warum ich den Begriff „Aggression“ verwende Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass dieser Beitrag und auch unsere Podcastfolge das Wort „Aggression“ im Titel tragen. Ich habe mi
leyroutz
vor 9 Stunden3 Min. Lesezeit


Wenn Auguste vergisst, dass sie vergisst
Auguste sitzt am Küchentisch, die Kaffeetasse fest in beiden Händen. Sie lächelt und sagt: „Mir fehlt nichts. Ich weiß genau, was ich tue.“ Ihre Tochter steht daneben und schweigt. Denn sie weiß, dass der Herd in dieser Woche bereits zum dritten Mal eingeschaltet war, obwohl niemand gekocht hat. Wer Menschen mit Demenz begleitet, kennt solche Situationen in unzähligen Varianten. Fast immer entsteht daraus derselbe Reflex bei Angehörigen: Sie erklären, argumentieren, erinnern
leyroutz
vor 3 Tagen3 Min. Lesezeit


Der Teller, der nicht mehr ankommt – warum Essen bei Demenz zur Herausforderung wird
„Sie isst einfach nicht mehr.“ Diesen Satz höre ich in meiner Arbeit als Gerontopsychologin unglaublich oft. Fast immer wird er von Schuldgefühlen begleitet. Angehörige erzählen, dass sie stundenlang kochen, Lieblingsgerichte zubereiten oder immer wieder neue Speisen ausprobieren – und trotzdem bleibt der Teller nahezu unberührt. Für viele fühlt sich das an, als würden sie versagen. Dabei steckt hinter der Nahrungsverweigerung meist etwas ganz anderes. Demenz verändert nicht
leyroutz
12. Juli2 Min. Lesezeit


„Ich muss noch aufs Feld, es wird gleich dunkel" – warum Menschen mit Demenz in die Vergangenheit reisen
Karl sagt diesen Satz fast jeden Tag. Für ihn ist das keine Erinnerung, die er sich zurechtlegt. Für ihn ist das gerade jetzt real. Der Hof, das Feld, die Arbeit, die noch getan werden muss, bevor die Sonne untergeht. Seine Familie hat lange versucht, ihn zu korrigieren. Papa, der Hof ist doch längst verpachtet. Du bist doch schon so viele Jahre in Pension. Gut gemeint, verständlich, menschlich – und trotzdem hat es nicht geholfen. Im Gegenteil: Je öfter Karl korrigiert wurde
leyroutz
5. Juli3 Min. Lesezeit

Christine
Leyroutz
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