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Wenn die Erinnerung an den Tod fehlt und die Sehnsucht bleibt - Allerheiligen und Abschied bei Demenz

leyroutz
vor 2 Stunden
9 Min. Lesezeit

Über Trauer, Wahrheit und Trost. Und darüber, wie wir Menschen mit Demenz begleiten können, ohne ihre Gefühle und unsere eigenen aus dem Blick zu verlieren.


„Wo ist mein Mann? Er müsste doch längst zu Hause sein.“

Die Tochter weiß im ersten Moment nicht, was sie sagen soll. Ihr Vater ist seit drei Jahren tot. Sie hat ihrer Mutter schon oft erklärt, was geschehen ist. Manchmal hat die Mutter still zugehört. Manchmal hat sie geweint und gefragt, warum ihr niemand etwas gesagt habe.

Und wenig später kam dieselbe Frage wieder.


Die Tochter vermisst ihren Vater selbst. Nun muss sie auch noch entscheiden, ob sie ihrer Mutter die Todesnachricht erneut zumuten soll. Sie möchte ehrlich sein. Gleichzeitig möchte sie ihr diesen Schmerz ersparen.


Solche Situationen gehören zu den besonders schwierigen Erfahrungen in der Begleitung von Menschen mit Demenz. Es geht um einen geliebten Menschen, um eine gemeinsame Lebensgeschichte und um das Bedürfnis, sich geborgen zu fühlen.

An Allerheiligen wird das für viele Familien besonders spürbar. Wir besuchen Gräber, zünden Kerzen an und erinnern uns. Doch was bedeutet dieser Tag für jemanden, der den Tod eines nahestehenden Menschen nicht mehr einordnen kann? Wie können wir gemeinsam gedenken? Und wie finden wir Antworten, mit denen wir selbst leben können?


Warum jemand nach einem längst verstorbenen Menschen fragt

Eine Demenzerkrankung kann dazu führen, dass neue Informationen nicht mehr zuverlässig gespeichert oder später abgerufen werden können. Dazu kann auch die Nachricht vom Tod eines geliebten Menschen gehören.

Für Angehörige liegt dieser Tod vielleicht Jahre zurück. Für den Menschen mit Demenz ist das Wissen darum im jeweiligen Moment möglicherweise nicht erreichbar. Wird ihm die Nachricht erneut mitgeteilt, kann sie ihn treffen, als höre er zum ersten Mal davon. Das geschieht nicht bei allen Menschen gleichermaßen, kann aber wiederholt große Bestürzung auslösen.

Der Satz „Das habe ich dir doch schon so oft gesagt“ hilft dann kaum weiter. Er beschreibt die Erfahrung der Angehörigen, erreicht aber nicht unbedingt das Erleben des Gegenübers.

Ein hilfreicher Ausgangspunkt für die Begleitung ist deshalb: Was erlebt dieser Mensch gerade – und was braucht er in diesem Moment von mir?


Vielleicht sucht er eine Auskunft. Vielleicht macht er sich Sorgen. Vielleicht möchte er von jemandem erzählen, der ihm fehlt. Das lässt sich nicht allein aus der Frage erkennen.


Hinter „Wo ist mein Mann?“ kann mehr als eine Frage stecken

Es wäre zu einfach, jede Frage nach einem Verstorbenen automatisch als Ausdruck von Einsamkeit zu deuten. Manchmal möchte jemand tatsächlich wissen, wo diese Person ist. Dennoch lohnt es sich, aufmerksam zuzuhören.

Wie klingt die Frage?

Beiläufig, besorgt, verzweifelt?

Wann tritt sie auf?

Was ist unmittelbar davor geschehen?


Für die Begleitung können daraus unterschiedliche Überlegungen entstehen:

  • Fehlt gerade eine vertraute Person, die früher Sicherheit gegeben hat?

  • Erinnert eine Alltagssituation an gemeinsame Gewohnheiten?

  • Gibt es etwas, das der Mensch erzählen oder mit jemandem teilen möchte?

  • Braucht er im Moment Gesellschaft, Orientierung oder Unterstützung?


Ein Beispiel: Eine Frau fragt jeden Nachmittag nach ihrem Mann. Bevor daraus ein tägliches Gespräch über seinen Tod wird, könnte die Familie überlegen, was diese Tageszeit früher bedeutet hat. War das die Zeit, in der er von der Arbeit kam? Haben die beiden dann gemeinsam Kaffee getrunken?


Die Alzheimer’s Society empfiehlt, auf solche wiederkehrenden Zusammenhänge zu achten. Sie können helfen, das Bedürfnis hinter der Frage besser zu verstehen und die Begleitung daran auszurichten.


Vielleicht wird dann aus dem täglichen Erklären zunächst ein gemeinsames Kaffeetrinken. Die Frage darf dabei trotzdem ihren Platz haben.


Wahrheit und Trost: ein schwieriges Abwägen

„Ich möchte meine Mutter doch nicht belügen.“

Diesen Satz können viele Angehörige gut nachvollziehen. Ehrlichkeit gehört zu einer vertrauensvollen Beziehung. Wer einen Menschen liebt, möchte ihn ernst nehmen und ihm nichts vorspielen.

Gleichzeitig kann die wiederholte Mitteilung eines Todesfalls jedes Mal neuen Schmerz auslösen. Daraus entsteht ein Dilemma, das sich mit einer allgemeinen Regel kaum lösen lässt.

Weder „Immer die ganze Wahrheit sagen“ noch „Auf keinen Fall mehr darüber sprechen“ wird allen Menschen gerecht. Zu berücksichtigen sind unter anderem das Verständnis des Menschen, seine aktuelle Verfassung, seine Reaktion auf frühere Gespräche und die Bedeutung der verstorbenen Person. Auch erfundene Antworten können Vertrauen beeinträchtigen, wenn Unstimmigkeiten bemerkt werden.


Eine hilfreiche Unterscheidung ist dabei: Einen aktuellen Todesfall mitzuteilen und eine längst bekannte Todesnachricht täglich zu wiederholen, sind unterschiedliche Situationen.


Menschen mit Demenz sollten nicht allein aufgrund ihrer Diagnose von wichtigen Ereignissen ausgeschlossen werden. Zugleich muss sorgfältig abgewogen werden, ob eine wiederholte Erklärung noch Orientierung ermöglicht oder vor allem erneut erschüttert.


Zuerst verstehen, dann antworten

Nicht jede Frage braucht sofort eine ausführliche Erklärung. Manchmal kann zunächst eine behutsame Rückfrage helfen:

„Du denkst gerade an deinen Mann?“

„Vermisst du ihn?“

„Gibt es etwas, das du ihm erzählen möchtest?“

Damit bleibt das Gespräch offen. Der Mensch kann zeigen, was ihn beschäftigt. Vielleicht erzählt er von früher. Vielleicht sagt er: „Ich habe Angst, dass ihm etwas passiert ist.“ Vielleicht fragt er direkt weiter.

Es geht dabei nicht darum, mit einer bestimmten Gesprächstechnik möglichst rasch Ruhe herzustellen. Die Antwort soll zum Menschen passen. Wer mit ihm spricht, muss auch bereit sein zuzuhören.


Wenn jemand besorgt auf den Partner wartet

„Er ist noch immer nicht da. Hoffentlich ist nichts passiert.“

Eine mögliche Antwort wäre:

„Du machst dir Sorgen um ihn. Ich bleibe ein bisschen bei dir.“

Danach kann sich zeigen, ob die Person weiter nachfragt oder zunächst Nähe braucht.


Wenn jemand von früher erzählen möchte

„Mein Mann hat immer so gerne getanzt.“

Hier muss niemand prüfen, ob das Todesdatum noch bekannt ist. Eine Einladung genügt:

„Erzähl mir davon. Zu welcher Musik habt ihr getanzt?“


Wenn jemand unmittelbar Trost sucht

„Ohne ihn bin ich ganz allein.“

Eine Antwort könnte lauten:

„Er fehlt dir sehr. Möchtest du, dass ich bei dir sitze?“


Diese Sätze sind Beispiele, keine Vorgaben. Manche Menschen mögen klare Worte, andere reagieren auf Fragen empfindlich. Entscheidend ist, wie die Antwort ankommt.


Wenn direkt gefragt wird: „Ist er gestorben?“

Eine ausdrückliche Frage nach dem Tod verdient Aufmerksamkeit. Sie sollte nicht reflexhaft übergangen werden, nur weil das Thema schmerzhaft ist.

Wenn eine ehrliche Mitteilung in dieser Situation angemessen ist, helfen einfache, verständliche Worte:

„Ja, er ist gestorben. Das ist sehr traurig. Ich bin bei dir.“

Beschönigende Formulierungen wie „Er ist eingeschlafen“ können missverständlich sein. Auch viele Einzelheiten auf einmal können überfordern. Zeit, eine ruhige Umgebung und eine vertraute Begleitung sind deshalb wichtig.

Danach darf eine Pause entstehen.


Wir müssen Traurigkeit nicht sofort mit einem neuen Thema beantworten. Vielleicht möchte jemand weinen, eine Frage stellen oder schweigen. Vielleicht ist eine Berührung willkommen, vielleicht gerade nicht.

Auch eine direkte Frage entbindet uns nicht vom aufmerksamen Abwägen. Wenn Gespräche wiederholt schwere Verzweiflung auslösen und die Information nicht behalten werden kann, ist eine gemeinsame Beratung mit Fachpersonen sinnvoll. Angehörige sollten diese Entscheidung nicht allein tragen müssen.


Menschen mit Demenz haben ein Recht auf Trauer

Der Wunsch, jemanden zu schützen, ist verständlich. Er kann jedoch dazu führen, dass Trauer möglichst rasch beendet werden soll: „Komm, denk an etwas Schönes.“ Oder: „Das macht dich doch nur traurig.“

Aber traurig zu sein ist nach einem Verlust keine falsche Reaktion.

Auch Menschen mit Demenz können Verlust und Trauer erleben. Schwierigkeiten, einen Todesfall zu verstehen oder darüber zu sprechen, heben diese Gefühle nicht auf. Das betont auch Hospice UK in seinen Empfehlungen zur Begleitung.

Für die Begleitung bedeutet das: Wir dürfen Trost anbieten, ohne Freude verlangen zu müssen.


Ein gemeinsamer stiller Moment kann angemessen sein. Ebenso ein Gespräch über den Verstorbenen. Oder die Frage: „Möchtest du das Foto hier bei dir haben?“

Manchmal ist es für Begleitende schwer auszuhalten, dass sie den Schmerz nicht wegnehmen können. Doch Dableiben kann bereits eine wichtige Form von Unterstützung sein.


Wenn Trauer keine Worte findet

Nicht jeder Mensch kann sagen: „Ich bin traurig, weil mir mein Mann fehlt.“

Bei Menschen mit Demenz kann sich Trauer auch in verändertem Verhalten zeigen, etwa in stärkerer Unruhe, vermehrtem Weinen oder dem Rückzug von bisher geschätzten Beschäftigungen. Solche Beobachtungen sind Hinweise, keine eindeutigen Beweise für Trauer.


Für Angehörige und Teams lohnt sich dann ein genauer Blick: Was hat sich verändert? Seit wann? In welchen Situationen geht es dem Menschen besser? Welche vertrauten Personen und Gewohnheiten fehlen?


Dabei sollte eine Veränderung nicht vorschnell allein der Demenz oder der Trauer zugeschrieben werden. Wenn jemand plötzlich deutlich anders wirkt oder anhaltend stark belastet ist, braucht es eine fachliche Einschätzung.

Die Frage nach einem möglichen Verlust sollte darin ihren Platz haben. Ebenso die Frage, welche Unterstützung jetzt konkret fehlt.


Wenn mit dem Partner auch ein vertrauter Alltag verloren geht

Stirbt ein Partner, kann sich für einen Menschen mit Demenz sehr viel gleichzeitig verändern. Vielleicht hat dieser Partner bisher den Tagesablauf strukturiert, Gespräche verständlich gemacht und im Alltag unterstützt. Nun kommen andere Personen, andere Abläufe oder ein Umzug hinzu. Die Alzheimer’s Society weist auf diesen zusätzlichen Anpassungsbedarf ausdrücklich hin.


Für die Begleitung lässt sich daraus eine praktische Aufgabe ableiten: möglichst genau zusammentragen, was bisher Halt gegeben hat.

Wie begann der Morgen? Wer saß beim Essen wo? Welches Lied wurde gerne gehört? Was half bei Unsicherheit?

Solches Wissen löst die Trauer nicht auf. Es kann aber helfen, in einer Zeit großer Veränderungen Vertrautheit zu bewahren.


Soll ein Mensch mit Demenz zur Beerdigung mitkommen?

Diese Entscheidung verdient eine individuelle Betrachtung. Die Diagnose allein sollte weder zur Teilnahme verpflichten noch zum Ausschluss führen.


Hilfreiche Fragen sind:

  • Hätte die Person früher an dieser Beerdigung teilnehmen wollen?

  • Kann sie die Situation mit Unterstützung erfassen?

  • Was ist körperlich und emotional zumutbar?

  • Gibt es eine vertraute Begleitung, die sich ganz auf sie konzentrieren kann?

  • Ist es möglich, früher zu gehen oder nur an einem Teil teilzunehmen?


Die Alzheimer’s Society empfiehlt, solche Fragen bei der Entscheidung zu berücksichtigen.

Für die Familie könnte das bedeuten: Die Tochter darf selbst trauern, während eine andere vertraute Person die Begleitung übernimmt. Ein Sitzplatz am Rand und eine Rückzugsmöglichkeit können die Teilnahme erleichtern.

Wenn eine Beerdigung zu belastend erscheint, lässt sich nach einer anderen Form des Abschieds suchen. Ein kurzer Besuch an einem vertrauten Ort oder ein stiller Moment zu Hause kann dem persönlichen Bedürfnis eher entsprechen.


Allerheiligen: Erinnern ohne Erwartungsdruck

An Allerheiligen gibt es oft feste Vorstellungen davon, was dazugehört. Das Grab soll besucht, die Kerze angezündet, gemeinsam erinnert werden.

Für Familien kann es entlastend sein, diese Erwartungen zu überprüfen: Was passt heute zu uns? Was tut dem Menschen mit Demenz gut? Und was können wir selbst leisten?

Ein Friedhofsbesuch darf kurz sein. Ein Gedenken darf zu Hause stattfinden. Ein Ritual darf beendet werden, wenn es überfordert.


Mögliche Formen sind:

  • ein Foto gemeinsam anschauen,

  • ein vertrautes Lied hören,

  • eine Blume an einen Erinnerungsplatz stellen,

  • mit einer LED-Kerze einen ruhigen Moment gestalten,

  • ein Gebet sprechen, wenn dies zur Person gehört,

  • eine kleine Geschichte aus dem gemeinsamen Leben erzählen.


Dabei muss niemand etwas erinnern, um dazugehören zu dürfen.

Statt „Weißt du noch, wer das ist?“ lässt sich ein Foto auch mit einer Erzählung anbieten: „Das seid ihr beide im Urlaub. Ihr wart so gerne am Meer.“

Und wenn kein Gespräch entsteht, muss daraus kein Misserfolg werden.


Auch im Pflegeheim brauchen Abschied und Erinnerung einen Platz

In einer Einrichtung entsteht gemeinsamer Alltag. Menschen begegnen einander beim Essen, sitzen nebeneinander oder verbringen Zeit miteinander. Wenn jemand stirbt, stellt sich deshalb auch die Frage, wie Mitbewohnerinnen und Mitbewohner einbezogen werden.

Für Teams kann es hilfreich sein, eine bewusste Abschiedskultur zu entwickeln: Wie informieren wir? Welche Möglichkeiten des Gedenkens gibt es? Wie berücksichtigen wir persönliche und religiöse Wünsche?

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft nennt unter anderem Zeit zum Abschiednehmen sowie Trauerfeiern, Trauerbücher und Nachrufe als mögliche Formen einer solchen Kultur.

Ein Gedenkort kann ein Angebot sein. Niemand muss daran teilnehmen. Auch hier sollte die einzelne Person mit ihren Bedürfnissen im Mittelpunkt stehen.


Wenn Angehörige unterschiedliche Antworten richtig finden

„Sag ihr endlich die Wahrheit.“

„Bitte erzähl es ihr nicht schon wieder.“

Beide Sätze können aus Sorge entstehen. Dennoch können solche Konflikte Familien zusätzlich belasten.


Ein hilfreicher Ausgangspunkt ist, konkrete Beobachtungen zusammenzutragen: Was wurde gesagt? Wie hat die Person reagiert? Konnte sie das Gespräch aufgreifen? Was hat sie anschließend gebraucht?

Daraus lässt sich eine gemeinsame Haltung entwickeln, zum Beispiel:

„Wir nehmen ihre Fragen ernst. Wir hören zuerst zu und achten auf ihre Reaktion. Wir erzählen keine ausführlichen Geschichten, die neue Erwartungen schaffen. Wenn sie nach dem Tod fragt, prüfen wir behutsam, welche Antwort sie in diesem Moment verstehen und tragen kann.“

Eine solche Vereinbarung darf sich verändern. Sie soll Orientierung geben und die Beteiligten entlasten.


Deine eigene Trauer gehört dazu

Vielleicht hast du selbst einen Elternteil verloren und begleitest nun den anderen durch die Demenz. Du möchtest trauern und musst gleichzeitig vieles organisieren. Du beantwortest Fragen, die dich selbst schmerzen. Manchmal fehlt dir die Kraft, noch einmal geduldig zu reagieren.

Das macht dich nicht lieblos.

Vielleicht trauerst du zusätzlich um Veränderungen durch die Demenz: um Gespräche, die früher möglich waren, um gemeinsame Entscheidungen oder um das Gefühl, dich beim anderen anlehnen zu können.

Du darfst diese Verluste ernst nehmen, ohne die Beziehung auf sie zu reduzieren. Nähe, Freude, Ärger, Dankbarkeit und Traurigkeit können nebeneinander bestehen.

Es kann helfen, die Begleitung zeitweise zu teilen und einen eigenen Raum zum Trauern zu haben. Auch Gespräche mit vertrauten Menschen oder eine Trauerbegleitung können entlasten. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft betont, dass unterschiedliche und auch widersprüchliche Gefühle nach einem Verlust Raum brauchen dürfen.


Eine Antwort muss nicht alles lösen

Wenn ein Mensch mit Demenz nach jemandem fragt, der gestorben ist, stehen Angehörige oft unter großem Druck. Sie möchten ehrlich sein, richtig handeln und niemanden verletzen.

Doch ein einzelner Satz kann diese Situation nicht auflösen.

Was wir anbieten können, ist Aufmerksamkeit: für die konkrete Frage, für die Reaktion des Menschen und für das, was er gerade braucht. Manchmal gehört eine klare Erklärung dazu. Manchmal gemeinsames Erinnern. Manchmal genügt zunächst:

„Du vermisst ihn. Ich bin bei dir.“

An Allerheiligen darf deshalb auch eine Kerze für die Menschen brennen, die begleiten. Für ihre Liebe, ihre Erschöpfung und ihre eigene Trauer.


In unserer Folge von „Vergiss Dich nicht – der Demenzpodcast“ sprechen wir, Christine und Bettina, über Fragen nach Verstorbenen, über Wahrheit und Trost und über Wege, Trauer bei Demenz zu begleiten. Die Folge findest du auf Spotify.

Vergiss Dich nicht💕

Auch deine Trauer braucht einen Platz.


 
 
 

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